2008-05-05

Der Nächste BITTE!


Liest man jüngste Presseberichte, so sind gefühlte Veränderungen in der Arbeitswelt Realität geworden. Arbeitnehmer sind sich ihrer Stellung im Unternehmen immer bewußter, Wahrheiten gelangen nach außen:
Pressebericht Allianz --> Mitarbeiter unzufrieden und auf dem Weg nach draußen
Pressebericht LIDL --> Mitarbeiter werden bespitzelt
Pressebericht IKEA / Burger King --> Mitarbeiter werden überwacht
Pressebericht Märklin --> Mitarbeiter streiken
Pressebericht Siemens --> Mitarbeiter packen aus
Pressebericht Konzerne --> Mitarbeiter werden hin- und hergeschoben

..... usw. usw. usw. usw.



Open Source Marketing als Gedankenexperiment

That´s it
Die Einbindung von Kunden ist keine neue Idee mehr. Jede Art der Kundenintegration qualifiziert Marketer in ihrer interaktiven Marketingarbeit. Dabei ist die richtige Kommunikation der Schlüssel zur Interaktion mit dem Kunden. Doch wie schaffe ich es den Kunden zu integrieren? Vorbildfunktion hat seit einer geraumen Zeit die Softwarebranche mit sog. Open Source Software. Dabei ist Software gemeint, welche zur Weiterverarbeitung bzw. Weiterentwicklung mit offenen Quelltexten zur Verfügung gestellt wird. Oftmals wird der Begriff Open Source auch mit "Frei" verwechselt. Gratis ist sie jedoch nur in einigen Fällen. Vorreiter ist sicherlich Open source Software der Charlton Company (Firefox).

Der Begriff Open Source ist meines Erachtens noch viel weiter fassbar - so ist dieses der Ansatz, mit anderen Wissen zu teilen, gemeinsam eine Sache weiterzuentwickeln bzw. anderen eigene Lösungsansätze zu Problemen zur Verfügung zu stellen.

Genau an dieser Stelle soll mein Gedankenexperiment anfangen. Gemeinsam Entwicklungsarbeit im Marketing zu leisten - würde bedeuten - dass Kunden von der Produktentwicklung, Pricing, Promotion bis hin zur Distribution an sämtlichen Bereichen der Wertschöpfungskette beteiligt wären. Ausgangspunkt ist dabei sicherlich eine geeignete Kommunikationsplattform und ein geeigneter Kreis von Fans. Sie sollen jedoch nicht aktiv arbeiten, nein sie sollen nur ihre Problemlösungswünsche (what a wort?!) zur Verfügung stellen. Pures Gedankengut...Ein Wikipedia-Prinzip. Doch sind entwickelnde Kunden auch bereit ihr Kapital für die Entwicklung mit einzusetzen? Denkbar sind derartige Ansätze - z.B. Optionen bei Aktiengesellschaften oder entsprechende Fonds?
Open Source Marketing ist meines Erachtens eine Gegenbewegung zu dem sogenannten One-to-One-Marketing. Das 1:1-Marketing ist nicht nur schlichtweg in Massenmärkten schwierig umsetzbar, vielmehr ist es auch viel zu teuer. Mit einer Open Source Variante könnte man kostengünstig "auf den kleinsten gemeinsamen Nenner" heruntergebrochen, die Wünsche von Fans generieren und ggf. weiterentwickeln. In diesem Ansatz sehe ich die Zukunft des Marketings. Klassisches Marketing-Handwerk und Dialogmarketing ist sicherlich kaum wegdenkbar, doch längst nicht mehr ausreichend. Open Source Marketing - wir werden noch einiges hören....


Was ist möglich?
Wo gehts hin?

2008-01-17

Schöne Neue (Lifestyle-) Welt!


"Hallo, ich bin Tom Fruti, meine Freunde nennen mich Tomi, ich bin anfang dreißig, gesund, gut ausgebildet und bin besitze ein Bewußtsein. Ein Bewußtsein? Genau, ich bin ein Kunde der sogenannten LOHAS-Zielgruppe. Lifestyle of Health and Sustainability, genau dass ist dass was ich vertrete und lebe. Ich lebe gesund, nachhaltig, bewusst, ernähre mich ökologisch sinnvoll und achte ebenso darauf, dass mein Konsum niemand schadet...damit meine ich natürlich den Fair-Trade-Gedanken...Kaffee, von Kindern geerntet und so....NEIN, dass akzeptiere ich nicht. Dass manches auf unserem Planeten falsch läuft, dass gesellschaftliche Gleichgewicht nicht immer gegeben ist, ist kein Geheimnis. Ich möchte frei entscheiden können, wofür ich mein Geld ausgebe, so dass ich stets erwarte, dass die Produkte die ich kaufe fair gehandelt als auch umweltfreundlich und zu menschlichen Bedingungen produziert wurden. Doch halt! Ich bin kein Öko, schick soll dass schon alles sein, deswegen auch das Wort "Lifestyle" in der neuen der ich angehörenden Zielgruppe "LOHAS". Genau diese Gruppe vertritt den Gedanken...immer mehr Unternehmen schließen sich diesem Gedanken an. Dass finde ich sehr cooool, jedoch darf das Thema nicht nur des Profits wegen thematisiert werden. Ich erwarte schon, dass der Codex ehrlich vertreten wird... Euer Tomi"

2008-01-03

T-Shirt zum Thema

Das T-Shirt zum Thema

Servicewü(r)ste in Deutschland


kann jetzt völlig lizensfrei und legal im i-shop erworben werden. Natürlich in 100 % geschmeidiger Kaschmir-Baumwolle...leider habe ich mich nicht getraut, den Namen des passenden Technikmarktes gleich mit aufzudrucken ;-)
JeRi

Servicewü(r)ste im Saturn

Leider muss ich immer wieder feststellen, dass die ostdeutsche Servicementalität sehr sehr schlecht ist. Immer wieder gerät man an mürrische Verkäufer, welche nicht gewillt sind bzw. welche keine Kompetenz besitzen, eine ordentliche Beratung durchzuführen. Ich glaube den meisten Beratern ist schlichtweg nicht bewusst, dass sie schon jetzt ersetzt sind. Steigende User-Zahlen im WWW zeichnen den nicht aufhörenden Trend ab...
Leider musste ich bereits 3 mal in den letzten 3 Wochen feststellen, dass der Technikmarkt Saturn Halle/Saale bzw. dessen Mitarbeiter an chronischer Überforderung leiden. Wir lieben Technik und hassen Teuer...Pah...dass ich nicht lache....An dieser Stelle möchte ich einmal 3 Stiuationen schildern....

1. Situation: Gesucht war ein Strategiespiel für die PS2
an der riesigen Wand voller Games war kein Spiel zu finden

nächster Schritt: Informationstheke

Ich: Können sie mir bitte helfen? Ich suche ein Strategiespiel für die PS2?
Verkäufer: Ohh, da müssen sie da hinten an der Wand schauen...da stehen die Spiele...
Ich: Aber ich finde keine....
Verkäufer: Hmmm, da kenne ich mich auch nicht aus.
Ich: Aber ich auch nicht....
Verkäufer: Ohh, da muss ich mal schauen...warten sie ich hole jemanden

2. Stiuation: Gesucht war ein HD-TV-fähiges Satellitenkabel
ein Regal mit ca. 45 verschiedenen Kabeln, mit unterschiedlichen Informationen

nächster Schritt: Verkäufer kontaktieren

Ich: Können sie mir bitte helfen? Ich suche ein HD-TV-fähiges Satellitenkabel
Verkäufer: Moment, ich bediene erst noch die Kunden
...viertel Stunde vergangen...pah, ich warte 15 Minuten...naja
Ich: erneut die vorangegangene Frage gestellt
Verkäufer: läuft aufgeregt vor dem Kabel-Regal hin und her und fängt an zu lesen...hm, da muss ich erst einmal schauen...hmm, dass was Sie in der Hand haben ist unser Bestes....
Ich: aber schauen sie doch hier, dass hier ist vergoldet
Verkäufer: ach ja, nehmen sie dass doch
Ich: ???? - hätte ich doch lieber gegoogelt....

3. Situation: Gesucht war eine 14 " Notebook-Tasche ... alle Verkäufer waren im Gespräch, also habe ich mich selbst auf die Suche gemacht und eine Tasche gefunden...jedoch ohne Folie und Preis...also ab zum Verkäufer...viertel Stunde ;-) naja, Ihr wißt schon

Ich: Können sie mir bitte helfen? Ich suche den Preis von dieser Tasche...
Verkäufer: Och, da müssen sie schon selbst gucken, dass steht dran.
Ich: Wenn ich den Preis finden würde, dann müsste ich sie nicht fragen.
Verkäufer: Ich hab jetzt leider keine Zeit, da müssen sie meinen Kollegen fragen
dieser befand sich natürlich im Gespräch
Ich: obige Frage gestellt...
Verkäufer: da muss ich im Rechner einmal nach dem Preis schauen...
Verkäufer: hat den Preis genannt

Diese kleine Schilderung sind ganz normale Alltagssituationen - sie sind weder erfunden noch übertrieben. Ich denke aber dennoch, dass es nicht mehr ausreichend ist, sich über den Preis zu definieren. Eine ordentliche Beratung unter professioneller Sozialkompetenz ist zwingend notwendig, um den stationären Handel aufrechtzuerhalten. Ansonsten gehe ich auf Google und suche mir die notwendigen Informationen. Der Preis kann im Internet i.d.R. unterboten werden und unter dem Convenience-Aspekt ist das Einkaufen im WWW generell besser aufgestellt. Leider fehlt das haptische Erlebnis, aber dieses spielt bei bestimmten Produkten eine untergeordnete Rolle, so dass ich künftig ausführlich prüfen werde, ob ich mir den Streß der Servicwü(r)ste gönne oder schlichtweg anderen Shops die Chance gebe, Profit zu generieren.
JeRi

2008-01-02

Zitat Zitat

Universal-Chef Doug Morris zur Krise der jammernden Musikindustrie:


"Wenn Coca-Cola auf einmal per Hahn aus der Wand in der Küche kommt, wieviel bist Du bereit, für Coca-Cola zu zahlen? Das ist das, was gerade mit der Musikindustrie passiert."

Employer Branding - Starke Marke = Stärkere Anziehungskraft für hochqualifizierte Mitarbeiter?

In der aktuellen Ausgabe der Lebensmittelzeitung (LZ 52, 28. Dezember 07) wird diskutiert, dass je nach Stärke (Image) der Unternehmensmarke adäquate Absolventen akquiriert werden können. "Eine starke Arbeitgebermarke bindet die bisherigen Mitarbeiter und motiviert Bewerber auf dem Arbeitsmarkt." Fraglich ist, ob diese allgemeine Aussage so akzeptiert werden kann. Demnach hätten kleine bis mittelständische Unternehmen schlechteres Personal, im Sinne der Qualifizierung, als Großunternehmen. Dabei habe Young Professionals gerade in den kleineren Unternehmungen mehr Möglichkeiten ihr Engagement bereichsübergreifend einzusetzen. Klar ist, dass Absolventen i.d.R. hochmotiviert in das Arbeitsleben starten. Großunternehmen stellen hierbei oftmals eine Bremse dar. Auch Diskussionen in meinem Bekanntenkreis brachten oftmals die Aussagen hervor, dass sie sich wohl zunächst bei den "Großen" bewerben würden, ehe sie sich bei Kleinunternehmen bewerben. Ich denke, dass hier i.d.R. nur der Bogen zur Produktaffinität geschlagen wird und nicht die tatsächliche Arbeitgeberattraktivität im Vordergrund steht.
JeRi